Tag und Nacht

Aus Babytipps
Version vom 1. Mai 2025, 08:43 Uhr von Grete (Diskussion | Beiträge) (Der einzige und ultimative Tipp)
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Sobald ihr mit dem Baby wieder zuhause seid unterscheidet ihr zwischen tags und nachts: Tags wird man rumgetragen und geknuddelt und geherzt und darf man überall dabei sein. Aber nachts wird geschlafen. Nachts ist das Licht nur gerade so hell, dass man sehen kann, wo die Sachen und das Baby liegt. Sobald ihr hört, dass das Baby wach wird (Valentina wird es am Milchfluss merken bevor es wach ist) steht einer auf, holt das Baby und legt es Valentina an die Brust. Wenn’s geht, in eurem Bett. Bloß kein Aufstand. Vor allem kein direktes Licht in Babys Augen. Versucht, dass das Baby möglichst gar nicht erst richtig wach werden muss. Nicht erst warten, bis es richtig schreit.

Es ruft – ihr kommt sofort. Fertig.

Wenn Babys sich melden haben sie Hunger. NICHTS ANDERES. Die Windel stört sie nicht (außer sie sind wund), sie sehnen sich auch nicht nach Körperkontakt sondern sie wollen jetzt sofort was zu essen. Milch. Oder Kakao. Aber das geht ja nicht. Später Wasser. Oder Tee. Besonders im Sommer, wenn es warm ist und es schwitzt. Also erstmal trinken. Wenn der größte Hunger gestillt ist (oder die Brust gewechselt werden muss), dann wird gewickelt. Und kein großes Theater: Windel wechseln und dann an die andere Brust. Oder den Rest der Flasche. Wenn Bäuerchen sein muss, dann auch das. Und dann geht’s wieder ins Bettchen. Bis zur nächsten Mahlzeit, möglichst erst in 4 Stunden (vielleicht klappt das, am Anfang sind es vielleicht alle 3 h. Oder ist es etwas durcheinander). Babys haben permanent RIESENHUNGER und sie wollen solange was zu essen bis sie nicht mehr hungrig sind. Bis sie wirklich satt sind. Vielleicht möchten sie etwas „Nachschlag“. Wachsen ist anstrengend. Saugen ist anstrengend. Alles ist anstrengend. Keine Angst vor „Babyspeck“. Der geht weg sobald das Baby laufen kann.

Geschlafen wird im Bett. Wenn möglich. Oder eben da, wo das Baby gerade ist. Ist auch ok. Und nicht lange rumtragen bis es schläft und dann ins Bettchen. Jedes Mal wundert sich das Baby, warum es im Bett aufwacht obwohl es vorher doch auf Mamas/Papas Arm war. Achtet darauf, dass das Bettchen warm ist, wenn ihr es hineinlegt. Vorher mit einer Wärmflasche die Stelle aufwärmen wo es liegt. (Oder Körnerkissen, Mikrowelle 2 min). Kälte erschrickt das Baby, wenn es vorher auf Mamas/Papas Arm kuschelig warm war.

Tagsüber bleibt die Tür offen. Die Gardinen auch. Bloß keine künstliche Dunkelheit. Wenn das Baby schläft/schlafen soll dann redet, lacht, telefoniert, spielt Klavier, staubsaugt, macht den Haushalt oder geht auch schlafen. Wenn das Baby hört, dass ihr da seid, dann ist seine Welt in Ordnung. Wenn Stille ist, bekommt es Angst, dass es vielleicht ganz alleine auf dieser riesigen unheimlichen Welt ist.

Macht auch nachts die Tür nicht zu, aber die Gardine wird geschlossen. Eine Steckdosenlampe im Zimmer oder im Flur verscheucht die Dunkelheit und dieses schmale Licht gibt dem Baby Orientierung, wo es ist. Überlegt immer, was das Baby denkt. Und es denkt sehr einfach:

Stille – niemand ist da. Lärm – ah, jemand ist da.

Tiefe Dunkelheit – Angst.

Wärme – schön, Kälte – huch!!

Wachbleiben dürfen und rumgetragen werden – es ist tags. Nur Essen und Windel und wieder ins Bett – es ist nachts.

Woher soll das Baby wissen, ob es tags ist oder nachts, wenn Ihr es ihm nicht beibringt?